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Fünf Jahre europass: Erfolgreiche Jubiläumstagung in Bamberg |
Erst im Vorschulalter und schon eine beachtliche Karriere – an seinem fünften Geburtstag hat der europass Bilanz seines Erfolges bezogen: Bereits über acht Millionen Menschen in Europa haben ihren Lebenslauf im europass-Format erstellt; über 64.000 Lernaufenthalte im europäischen Ausland wurden allein in Deutschland mit dem europass Mobilitätsnachweis bescheinigt. Damit hat sich die Initiative der Europäischen Kommission, die von den nationalen Europass Centern in den Mitgliedstaaten umgesetzt wird, mehr als bewährt – so das Fazit der Jubiläumstagung am 10. Juni 2010 in Bamberg, die unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus stand. Veranstaltet wurde die Jubiläumsfeier vom Nationalen Europass Center in Kooperation mit dem bayerischen Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (IBS).
Knapp 200 Personen aus Bildung und Politik haben an der Tagung teilgenommen. Die Referentinnen und Referenten würdigten den europass als wichtiges zukunftsorientiertes Portfolio für grenzüberschreitendes Lernen in Europa. Seine Chancen sehen sie in der Orientierung der Dokumente auf Lernergebnisse, denn diese werden in der aktuellen europäischen Bildungspolitik als "Schlüssel für die Verständigung" diskutiert. Der europass helfe, Lernergebnisse über die Grenzen hinweg verständlich zu dokumentieren. Das Lernen und Arbeiten in Europa soll damit leichter und Mobilität gefördert werden.
Fazit der internationalen Talkrunde bestehend aus Koordinatorinnen und Koordinatoren des europass in Österreich, Belgien, Dänemark und Luxemburg, dem Projektleiter der europäischen europass-Website, einer Vertreterin des BMBF sowie einem Unternehmer: Das Potential des europass in Hinblick auf die Kompetenzorientierung ist riesig, sein bisheriger Erfolg beachtlich und dennoch gibt es noch viele Baustellen, vor allem an der Schnittstelle zwischen Bildung und Wirtschaft. Auch bedarf es noch der Aufklärung, wie die Dokumente ideal bei der Bewerbung eingesetzt werden können.
Weitere Themen der Veranstaltung waren das europäische Programm für lebenslanges Lernen (PLL), dem „zentralen Motor für die Bildungsmobilität“ (Klaus Fahle, NA beim BIBB), das bildungspolitische Umfeld des europass (der Europäische Qualifikationsrahmen EQR und das Leistungspunktesystem ECVET) sowie die Erfassung und Dokumentation informell erworbener Kompetenzen (europass+ und ProfilPASS).
Redner auf der Veranstaltung:
Klaus Fahle von der Nationalen Agentur Bildung für Europa
Arnulf Zöller, der Stellv. Direktor des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung
German Denneborg, Leiter der Abteilung Berufliche Schulen im Kultusministerium
Referentinnen und Referenten sowie ihre Präsentationen zum Download:
Uta-M. Behnisch vom Nationalen Europass Center:
Transparenz und Vergleichbarkeit mit dem europass: Eine Erfolgsbilanz der ersten fünf Jahre
Klaus Fahle von der Nationalen Agentur Bildung für Europa:
Transparenz und Vergleichbarkeit von Qualifikationen - der Beitrag des Programms für lebenslanges Lernen
Karin Küßner vom Bildungsministerium:
EQF / NQF / ECVET
Natalie Morawietz vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung Nürnberg:
Informell erworbene Kompetenzen nachweisen mit dem europass+
Sabine Seidel vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung e.V.:
Das ProfilPASS-System zur Unterstützung des lebenslangen Lernens
Moderatorin:
Ilona Bernhart, www.bernhart-kommunikation.de
Veranstaltungsprogramm
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