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Informationsveranstaltung:
Der europass im Handwerk
Auslandsaufenthalte während und nach der Ausbildung
  19. Mai 2009 in Köln
Handwerkskammer zu Köln
Heumarkt 12
50667 Köln




Wie kann ein Lern- und Arbeitsaufenthalt in Europa mit EU-Mitteln unterstützt werden?
Welche Rahmenbedingungen sind dafür erforderlich?
Welche Beratungsmöglichkeiten zum Thema Auslandsaufenthalte gibt es?
Wie nutzen Handwerksbetriebe die Auslandserfahrungen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?
Was ist der europass?

Zu diesen und anderen Fragen wurde auf der Veranstaltung umfassend informiert.

Auslandsaufenthalte zur zukunftsfähigen Qualifizierung: Auslandsaufenthalte helfen internationale Berufskompetenz zu erwerben. Sie stellen damit für Unternehmen und Betriebe einen wesentliches Instrument zukunftsfähiger Qualifizierung und Wettbewerbsfähigkeit dar. Zu diesem Schluss kamen auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Talkrunde "Auslandsaufenthalte und europass - Praxis-Erfahrungen":

  • Fred Balsam, Vizepräsident der HWK zu Köln,
  • Uta-M. Behnisch, Leiterin des Nationalen Europass Center,
  • Laura Günther, Elektrohaus Bernhard Günther GmbH & Co. KG, Köln
  • Martin Röhm, Elektro Lingohr, Köln, und
  • Dr. Christian Schottmann, Berufskolleg Köln-Porz

Internationale Kompetenzen sind gefragt: So gelten mangelnde Fremdsprachenkenntnisse sowie unzureichende interkulturelle Fähigkeiten immer noch zu den größten Hindernissen von Unternehmen, international erfolgreich zu agieren. Auslandsaufenthalte entwickeln die persönlichen und sozialen Kompetenzen nachhaltig und fördern das Selbstbewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - in diesem Punkt waren sich die Gesprächteilnehmerinnen und -teilnehmer einig. Kontrovers wurde die nötige und mögliche Dauer eines Auslandsaufenthalts diskutiert. Je länger ein Auslandsaufenthalt, desto mehr Möglichkeiten bieten sich, internationale Kompetenzen zu erwerben; dies sowohl zum Vorteil der persönlichen Entwicklung des Mitarbeiters oder der Mitarbeiterin als auch zum Nutzen des Betriebs. Langfristige Aufenthalte von zum Beispiel drei bis vier Monaten scheinen für viele Betriebe jedoch nur schwer realisierbar. Doch schon bei drei- bis vierwöchigen Aufenthalten können die Teilnehmenden einen nachhaltigen Eindruck von der Kultur, den Arbeitstraditionen sowie der Lebensart des Gastlandes gewinnen. Die Teilnahme an Förderprogrammen wie zum Beispiel LEONARDO DA VINCI kann dabei als Sprungbrett dienen. Neue Kontakte werden geknüpft, erste Fremdsprachenkenntnisse erworben oder bereits vorhandene ausgebaut und verfeinert und neue Fertigkeiten erlernt. Berufsbildung ohne Grenzen kommt dabei nicht nur den Mitarbeitenden selbst zugute, sondern bedeutet einen direkten Gewinn für den Betrieb.

Handwerk goes Europe: Nach Ansicht der Teilnehmenden an der Talkrunde lohnt es sich für die Handwerksbetriebe sehr, in Auslandsaufenthalte ihrer Mitarbeitenden zu investieren und diese zu motivieren, einen Blick über den nationalen Tellerrand zu werfen. Der europass hilft, die während eines Lernaufenthalts neu erworbenen vielfältigen Kompetenzen und Qualifikationen verständlich und transparent zu dokumentieren. Betrieben und Unternehmen wird damit ein Instrument in die Hand gegeben, welches die Transparenz und Vergleichbarkeit von Bildungsabschlüssen und Berufserfahrungen auf einem sich erweiternden europäischen Arbeitsmarkt gewährleistet.

Weitere Infos zu der Veranstaltung entnehmen Sie bitte den unten hinterlegten Präsentationen.

VERANSTALTUNGSPROGRAMM
 Klicken Sie hier, um das Veranstaltungsprogramm anzuzeigen (PDF).


PRÄSENTATIONEN

Dr. Markus Th. Eickhoff (HWK zu Köln): Handwerk goes Europe!

Bernd Krey (HWK zu Köln): Handwerksunternehmen nutzen Auslandserfahrungen ihrer Mitarbeiter

Nadine Wenner (Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk): Umsetzung von ECVET-Verfahrensschritten am Beispiel des Projekts "Praktische Ansätze zur Optimierung grenzüberschreitender Verbundausbildung im Handwerk"

Christiane Helmstedt (NEC): europass - Transparenz und Vergleichbarkeit in ganz Europa

Dr. Monique Nijsten (NA beim BIBB): Fördermöglichkeiten im Programm für lebenslanges Lernen

Ilse-Lore Schneider (ZAV): EUROGUIDANCE und EURES - Hilfestellung bei der Planung eines Auslandsaufenthalts

Ferdinand Fuchs (HWK zu Köln): Betriebliche Mobiltätsberatung - Neuer Service der HWK zu Köln