Fragen zum Europass Mobilität

Wer kann den Europass Mobilität bekommen?

Der Mobilitätsnachweis ist für alle, die einen Lernabschnitt im Ausland absolvieren:

  • Jugendliche in der Aus- und Weiterbildung,
  • Schülerinnen und Schüler von allgemein bildenden Schulen,
  • Studierende und
  • sonstige erwachsene Lernende.

Nach der Definition der Europäischen Union ist ein Lernabschnitt "der Zeitraum, den eine Person - unabhängig von Alter, Bildungsniveau und beruflichem Status - in einem anderen Land zu Lernzwecken verbringt". Das kann sowohl ein Praktikum als auch ein Teil der beruflichen Aus- und Weiterbildung oder ein Auslandssemester an einer Hochschule oder Universität sein.

Ausgestellt wird der Europass Mobilität von den Organisationen und Einrichtungen, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entsenden und aufnehmen.

Wie kann ich den Europass Mobilität beantragen?

Der Europass Mobilität wird nicht direkt von den Personen, die den Lernabschnitt im Ausland absolvieren beantragt, sondern von der entsendenden Einrichtung im Herkunftsland. Dabei kann es sich zum Beispiel um eine Schule handeln, die den Europass Mobilität für die Schülerinnen und Schüler beantragt oder um ein Unternehmen, das seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Ausland entsendet. 

Ist auch eine Beantragung durch Einzelpersonen möglich?

Prinzipiell wird der Europass Mobilität von der entsendenden Einrichtung im Herkunftsland beantragt.

In welchen Ländern können die Lernaufenthalte stattfinden?

Der Europass Mobilität kann für Auslandsaufenthalte in sämtlichen EU-Ländern, den EWR-Ländern (Norwegen, Island und Liechtenstein) sowie der Türkei  und der Schweiz beantragt werden. Zurzeit kann der Europass Mobilität für Lernaufenthalte in folgenden Länder beantragt werden: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern. 

Wo und wie beantrage ich den Europass Mobilität?

Seit Oktober 2005 kann der Europass Mobilität in Deutschland (von den entsprechenden Institutionen) online beantragt werden. Das Nationale Europass Center in der NA beim BIBB hat eine Datenbank entwickelt, die den problemlosen Zugang zum Dokument sichert. So können Entsendeorganisationen in wenigen Schritten zum Europass Mobilität gelangen. WICHTIG: Der Europass Mobilität kann in der Regel NICHT vom Nutzer oder der Nutzerin selbst beantragt werden. 

Kann auch für zurückliegende Auslandsaufenthalte ein Europass Mobilität ausgestellt werden?

Ja, der Europass Mobilität kann rückwirkend für Maßnahmen mit Beginn am 1. Januar 2005 ausgestellt werden. Maßnahmen, die vor diesem Datum liegen können leider nicht berücksichtigt werden.

Welchen Mehrwert bietet der Europass Mobilität?

Welchen Nutzen bietet der Europass Mobilität? Welche Wirkung hat er? Um diese Fragen beantworten zu können, wurde 2011 eine Nachhaltigkeitsstudie zum Europass Mobilität durchgeführt. Über 26.000 Inhaberinnen und Inhaber des Europass Mobilität  - schwerpunktmäßig Personen in Erstausbildung - wurden zu Nutzen und Wirkung des Dokuments befragt.

Die Umfrage zeigte, dass der Europass Mobilität besonders für jüngere Bewerberinnen und Bewerber wichtig ist und einen Mehrwert bietet, da er Kompetenzen bescheinigt, die sonst nirgendwo dokumentiert werden. Er verbessert die Bewerbungschancen und führt dazu, dass die Lernerfahrung im Ausland im Bewerbungsgespräch thematisiert werden kann. Entscheidend ist, dass das Dokument verständlich und vollständig ausgefüllt ist.

Lesen Sie die Ergebnisse der Direktbefragung von Inhaberinnen und Inhabern des Mobilitätsnachweises:

  • Artikel "Europass Mobilität - Nachhaltigkeitsstudie: Nutzen und Vorteile des Europass Mobilität beim Einsatz in Bewerbungsverfahren": Download hier (PDF, 373 KB)
  • Executive Summary zur Europass Mobilität Nachhaltigkeitsstudie: Download hier (PDF, 254 KB)