Auszubildende und Lehrkräfte erhalten den Europass Mobilität © Dieter Kroll

Berliner Auszubildende international vernetzt: Europass-Verleihung beim Berliner Senator für Inneres und Sport

Rund 60 Auszubildende und Lehrkräfte wurden bei einer Festveranstaltung am 12. März in der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport mit dem Europass Mobilität ausgezeichnet. Die Auszubildenden hatten im Rahmen ihrer Ausbildung mit Erfolg zwei- bis sechsmonatige Auslandspraktika absolviert, die Lehrkräfte hatten an Fortbildungen im Ausland teilgenommen. Gefördert wurde dies über das EU-Bildungsprogramm Erasmus+. Die Lehrkräfte hatten von Erasmus+ Der Staatssekretär der Senatsverwaltung für Inneres und Sport Aleksander Dzembritzki eröffnete die Veranstaltung, die von zahlreichen Erlebnisberichten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereichert wurde. Auslandspraktika, so Dzembritzki, ermöglichten es, Visionen zu entwickeln, Mut zu beweisen und andere Perspektiven zu entwickeln. Er lobte den Einsatz der organisierenden Lehrkräfte und appellierte an die Teilnehmenden, dass sich jeder nicht nur als deutscher Staatsbürger, sondern als Bürger der Europäischen Union betrachten solle.

Berliner Auszubildende in Europa

Belgien, England, Finnland, Frankreich, Irland, Lettland, Malta, Spanien und die Türkei waren die Zielländer der rund 40 Berliner Auszubildenden, die mit Erasmus+ die Möglichkeit nutzten, über den Tellerrand zu schauen und europaweite Kontakte zu knüpfen. Sie sind angehende Kaufleute für Büromanagement, Verwaltungsfachangestellte, Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, Kaufleute für Tourismus und Freizeit sowie Tourismuskaufleute. Für viele von ihnen waren die selbst organisierten Praktika der erste längere Auslandsaufenthalt, bei dem sie wertvolle fachliche und persönliche Erfahrungen sammeln konnten. Dabei war bereits die Organisation des Praktikums eine Herausforderung für die Auszubildenden: Sie mussten selbstständig versuchen, einen Praktikumsplatz zu finden sowie Reise und Unterkunft selbst buchen und wurden dabei durch ihre Schulen, die Louise-Schroeder-Schule, Oberstufenzentrum für Bürowirtschaft und Verwaltung, und das OSZ Lotis, Oberstufenzentrum für Logistik, Tourismus und Steuern in Berlin, unterstützt. Durch die selbstständige Vorbereitung des Auslandspraktikums setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit dem Thema Lernen und Arbeiten im Ausland auseinander und konnten zeigen, dass sie echtes Interesse am Auslandspraktikum haben. Eine der Auszubildenden, die die Herausforderung angenommen und von ihr profitiert hat, ist Sophia. Die angehende Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste fasst ihre Zeit in Finnland so zusammen:

„Man lernt auch sehr viel über sein eigenes Land und die Sichtweise Anderer darauf. Am meisten lernt man jedoch über sich selbst, man lernt, selbstständig zu sein, sich fremden Menschen gegenüber offener zu verhalten und wie schnell sich doch auch Freundschaften und Gewohnheiten entwickeln können.“


Auch Leon, zukünftiger Verwaltungsfachangestellter, der sechseinhalb Monate in Bristol/UK verbracht hat, möchte das Auslandspraktikum nicht missen:„Für mich selbst war die Erfahrung zum festen Bestandteil des Teams zu werden sehr hilfreich und angenehm und wird meinen weiteren Berufsweg sicher stark prägen.“

 Europass Mobilität als Plus auf dem Arbeitsmarkt

Vom Nutzen des Europass Mobilität als Nachweis von im Ausland gesammelten Lernerfahrungen ist auch Wiltraut Zick, Lehrerin an der Louise-Schroeder-Schule, Oberstufenzentrum Büro und Verwaltung, überzeugt. Neben den fachlichen Erfahrungen, die die Auszubildenden während der Auslandspraktika sammeln, seien besonders auch der Gewinn von Selbstvertrauen, Organisationsfähigkeit, Selbstständigkeit und interkultureller Kompetenz ein wichtiges Lernergebnis der Auslandsaufenthalte. Die Dokumentation der Lernerfahrungen im Europass Mobilität, der konkret vermittelt, was die Auszubildenden persönlich und fachlich gelernt haben, sei ein echtes Plus am Arbeitsmarkt – können die Inhaberinnen und Inhaber des Mobilitätsnachweises sich auf diese Weise doch bei Bewerbungen profilieren und im Ausland Gelerntes konkret belegen.

Auslandspraktika in Kooperation

Die Auszubildenden, die jetzt den Europass Mobilität erhielten, sind Schülerinnen und Schüler der Louise-Schroeder-Schule, Oberstufenzentrum für Bürowirtschaft und Verwaltung, und des OSZ Lotis, Oberstufenzentrum für Logistik, Tourismus und Steuern in Berlin. Seit 2015 kooperieren die beiden Schulen und führen die Europass-Verleihung gemeinsam durch.
Lernaufenthalte im Ausland werden jedoch auch für Lehrkräfte der Schulen angeboten, um die Berufsbildung weiter zu internationalisieren – die Mobilitäten für Bildungspersonal sind in den letzten drei Jahren stark ausgebaut worden. So erhielten auch 20 Lehrkräfte der Schulen im Rahmen der Feierstunde den Europass Mobilität.

Weitere Informationen:

Hier sind die Berichte früherer Europass-Übergaben zu finden:
www.osz-louise-schroeder.de/projekte/erasmus/europass-mobilitaet/

Hier der Link zur Erasmus-Seite der Louise-Schroeder-Schule:
www.osz-louise-schroeder.de/projekte/erasmus/trainee-in-europe/

Hier geht’s zur Internationalisierung der Louise-Schroeder-Schule:
www.osz-louise-schroeder.de/unsere-schule/internationalisierung/