Feierliche Europass-Verleihung im Berliner Rathaus

Bei einer Festveranstaltung zum 10-jährigen Jubiläum des Berliner Netzwerkes GoEurope am 12. Juni 2018 wurden rund 300 Auszubildende und Berufsschüler/-innen für erfolgreiche Auslandspraktika mit dem Europass Mobilität ausgezeichnet.  Der Berliner Bürgermeister Michael Müller sprach sich in seiner Eröffnungsrede für die Internationalisierung der beruflichen Bildung im Land Berlin aus.
Einen Europass Mobilität als Nachweis über die Lernerfahrungen im Ausland erhielten rund 300 Auszubildende, die durch Lernaufenthalte im Ausland nicht nur fachliche, sondern auch persönliche Fähigkeiten ausbauen konnten. Für Klaus Naumann, Ko-Leiter des Arbeitsbereichs GoEurope  stellt der Europass Mobilität weit mehr als ein Arbeitszeugnis dar: „Für die Teilnehmenden ist der Europass Mobilität ein Dokument, das ihre Leistung und den Mut, im Ausland zu lernen und zu arbeiten, würdigt. Für Arbeitgeber ist er dabei auffälliger und interessanter als ein Arbeitszeugnis: Es zeigt sofort, dass der Bewerber oder die Bewerberin im Ausland war und welche Kompetenzen er oder sie dort erworben hat.“

Auslandserfahrung als Plus für die Ausbildung

Christian Kühn, Leiter der Friedrich-List-Schule, Gundula Haber und Ulrich Schunder, Leiter des Referates berufliche Schulen

Geehrt wurden Auszubildende ganz unterschiedlicher Fachrichtungen: Neben Ausbildungsgängen aus Handel, Büro und Bankwirtschaft waren ebenfalls Ausbildungsgänge aus Gastgewerbe und Gesundheit vertreten. Eine der ausgezeichneten war die angehende Fremdsprachenkorrespondentin  Gundula Haber, die die Veranstaltung moderierte. Sie verbrachte 5 Wochen in Granada und fasste ihre Mobilitätserfahrung so zusammen: „Die Zeit in Granada war für mich ein großes Abenteuer im Rahmen meiner Ausbildung, bei dem ich eine wunderschöne Stadt und viele interessante Menschen kennen lernen durfte.“ Dass das Lernen im Ausland eine große Bereicherung ist, waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Mobilitätsmaßnahmen einig.

Berliner Bürgermeister unterstützt Mobilität von Auszubildenden

Klaus Naumann, Ko-Leiter GoEurope und der Berliner Bürgermeister Michael Müller

Auch der Berliner Bürgermeister Michael Müller unterstrich in seiner Rede die Bedeutung von Auslandslernaufenthalten während der Ausbildung; die erworbenen fachlichen, sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen seien eine hervorragende Grundlage für den weiteren Berufsweg der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Darüber hinaus formulierte er ein Ziel für die Internationalisierung der Berufsbildung: „Wir wollen es schaffen, dass wir bis 2021 mit europäischer Förderung rund 10% unserer Auszubildenden eine internationale Erfahrung ermöglichen.“ Müller dankte in dem Zusammenhang den Leitern von GoEurope Klaus Naumann und Carl Schuppan, die das Netzwerk durch ihr Engagement auf- und ausgebaut haben.

GoEurope: Starkes Netzwerk für Europa

Die Europass-Verleihung fand anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Netzwerkes GoEurope statt, das bundesweit die größte Durchführungsstelle für Auslandspraktika im Rahmen der Ausbildung ist:  40 Hostorganisationen mit 25.000 Praktikumsbetrieben in 15 Ländern umfasst das Netzwerk, das jährlich rund 600 Auszubildenden, Berufsschülerinnen und -schülern sowie Studienreferendaren einen Auslandsaufenthalt im europäischen Ausland vermittelt.
Die Auslandsaufenthalte werden aus Mitteln des europäischen Bildungsprogramms Erasmus+ finanziert. GoEurope ist in der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie angesiedelt.

Weitere Informationen zu GoEurope: http://www.senbjf-goeurope.de/