Qualitätskriterien - Anforderungen an einen Europass Mobilität

Qualitätskriterien für den Europass Mobilität

Der Europass Mobilität kann nur vergeben werden, wenn die im EU-Ratsbeschluss definierten Qualitätskriterien erfüllt sind. Diese sichern die hohe Aussagekraft und inhaltliche Substanz des Dokumentes - ein wichtiger Aspekt für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie für Institutionen, Unternehmen und Betriebe.

1. Vereinbarung zwischen Entsendeeinrichtung und Gastorganisation

Bevor der Europass Mobilität frei geschaltet und ausgefüllt wird, werden seine inhaltlichen Kernpunkte zwischen der Entsendeorganisation, die die zukünftigen Empfängerinnen und Empfänger des Dokuments ins Ausland schickt, und der aufnehmenden Gastorganisation im Zielland schriftlich vereinbart und dokumentiert. Dieses Dokument wiederum muss dem Nationalen Europass Center (NEC) oder einer anderen Ausgabestelle im Herkunftsland auf Anfrage vorgelegt werden. (Kriterium 1 gilt abgewandelt für Einzelpersonen definierter Programme ohne Entsendeeinrichtung. Hier liegen die Inhalte des jeweiligen Förderprogramms der zuständigen NA vor, die sie mit einem Auswahlgremium geprüft und verabschiedet hat.)

2. Sprachliche Vorbereitung 

Sprachkenntnisse sind eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen Aufenthalt im Ausland, bei dem etwas gelernt werden soll. Die Personen, die zu einem Lernabschnitt ins Ausland geschickt werden, sollten deshalb über angemessene Sprachkenntnisse verfügen. Dies ist im Rahmen der Förderprogramme Bestandteil des Antrags. Ein weiterer Nachweis wird nicht verlangt, da die Entsendeorganisation sich mit der Annahme der Qualitätskriterien eigenverantwortlich zur sprachlichen Vorbereitung verpflichtet.

3. Betreuung im Ausland durch einen Mentor oder eine Mentorin

Während des Lernaufenthaltes im Ausland soll den Teilnehmenden an dem Lernaufenthalt ein Mentor bzw. eine Mentorin zur Seite stehen - sowohl zur fachlichen Begleitung als auch als Ansprechperson bei sprachlichen, kulturellen oder sonstigen Fragen.

4. Einhaltung des geographischen Geltungsbereichs

Der Lernaufenthalt muss in einem der EU-Mitgliedsstaaten oder der EWR-Staaten stattfinden. Für Teilnehmende an den Gemeinschaftsprogrammen sind außerdem Maßnahmen in der Schweiz sowie in Mazedonien und in der Türkei möglich.

Ein Hinweis für Teilnehmerinnen und Teilnehmer am EU-Programm Erasmus+ sowie an den nationalen bilateralen Programmen: Mit der Förderzusage ist sichergestellt, dass die Qualitätskriterien des Europass erfüllt sind.